Was passiert bei einem Regelverstoß?

Unsere Regeln sollen nicht dazu führen, dass wegen jeder Kleinigkeit sofort jemand aus der Community fliegt. Wo Menschen zusammenkommen, passieren Missverständnisse, jemand formuliert etwas unglücklich oder kennt eine Regel noch nicht.

Deshalb schauen wir uns immer an, was tatsächlich passiert ist und wie schwerwiegend der Verstoß ist.

Zuerst wird normalerweise gesprochen

Bei kleineren Problemen suchen wir zunächst das Gespräch.

Vielleicht wurde eine Regel missverstanden, vielleicht war jemand neu dabei oder eine Situation ist anders angekommen, als sie gemeint war. Dann reicht häufig ein Hinweis und die Sache ist erledigt.

Uns geht es nicht darum, möglichst viele Verwarnungen zu verteilen, sondern darum, dass das gemeinsame Spielen anschließend wieder funktioniert.

Nicht jeder Regelverstoß ist gleich

Es macht einen Unterschied, ob jemand einmal vergessen hat, dem Host Bescheid zu sagen, oder ob jemand andere Teilnehmer beleidigt, bewusst die Gruppe stört oder trotz mehrfacher Hinweise gegen unsere Regeln verstößt.

Deshalb gibt es bei uns keinen starren Katalog nach dem Muster:

Erster Verstoß = Verwarnung, zweiter Verstoß = Ausschluss.

Wir berücksichtigen die jeweilige Situation.

Bei wiederholten Problemen kann es eine Verwarnung geben

Wenn ein Verhalten trotz eines Gesprächs immer wieder vorkommt, können wir deutlicher werden und eine Verwarnung aussprechen.

Dann sollte auch klar sein, was das Problem ist und was sich ändern muss.

Wir möchten niemanden mit vagen Aussagen wie „Du weißt schon, was du gemacht hast“ abspeisen. Wenn wir etwas beanstanden, sagen wir auch, worum es geht.

Manche Dinge haben praktische Konsequenzen

Nicht jeder Verstoß muss gleich zu einer Verwarnung oder einem Ausschluss führen.

Ein Beispiel sind unzuverlässige Meetup-Anmeldungen. Wer sich wiederholt anmeldet und anschließend ohne Absage nicht erscheint, kann weiterhin Mitglied der Community bleiben.

Bei Meetups mit notwendiger Mindestspielerzahl – etwa Gigadynamax- oder Super-Mega-Raids – rechnen wir diese Person für unsere Planung dann aber nicht mehr als verlässliche Zusage mit ein.

Das ist keine Strafe, sondern eine praktische Folge: Wir müssen mit den Spielern planen können, die voraussichtlich tatsächlich vor Ort sein werden.

Bei schweren Verstößen kann es auch schneller gehen

Nicht jedes Verhalten muss mehrfach vorkommen, bevor wir reagieren.

Bei schwerwiegenden Fällen können wir auch unmittelbar Konsequenzen ziehen. Dazu gehören beispielsweise massive Beleidigungen, Diskriminierung, Bedrohungen, bewusstes gefährliches Verhalten oder eindeutiges und vorsätzliches Cheating.

Je nach Situation kann das auch einen sofortigen Ausschluss aus Dietemann GO bedeuten.

Spoofing und Cheating

Spoofing und vergleichbare Manipulationen akzeptieren wir in unserer Community nicht.

Wenn es konkrete Hinweise darauf gibt, sprechen wir die betreffende Person zunächst an, sofern die Situation das sinnvoll zulässt. Gleichzeitig werden wir eindeutige Verstöße nicht ignorieren.

Auch das Verbreiten von Anleitungen oder Hilfestellungen zum Cheaten gehört nicht in unsere Campfire-Gruppe.

Unsere grundsätzliche Haltung dazu erklären wir ausführlicher im Beitrag Wir sind gegen Spoofing!.

Gerüchte reichen uns nicht

Gerade bei Themen wie Spoofing oder persönlichen Konflikten möchten wir niemanden aufgrund von Hörensagen verurteilen.

„Jemand hat gesagt, dass …“ ist für uns noch kein Beweis.

Wenn ein Vorwurf erhoben wird, schauen wir uns an, was tatsächlich bekannt ist, und hören nach Möglichkeit auch die andere Seite an.

Öffentliche Anschuldigungen und Diskussionen über einzelne Mitglieder in den Gruppen-Channels helfen dabei nicht und sind deshalb nicht der richtige Weg.

Probleme klären wir nicht vor Publikum

Wenn ein Regelverstoß eine einzelne Person betrifft, sprechen wir normalerweise auch mit dieser Person und nicht zuerst mit der gesamten Community darüber.

Ein laufendes Meetup ist ebenfalls selten der richtige Ort für eine längere Auseinandersetzung. Wenn keine unmittelbare Gefahr besteht, führen wir solche Gespräche lieber anschließend in Ruhe.

Niemand muss vor zwanzig anderen Spielern öffentlich abgeurteilt werden.

Wer entscheidet über Konsequenzen?

Bei kleineren Dingen kann der Host eines Meetups direkt reagieren – etwa indem er jemanden darauf hinweist, einen Weg freizuhalten oder eine Diskussion zu beenden.

Weitergehende Entscheidungen treffen Stefan (DoitsuSatoshi) und Norbert (DocMcPoke) als Community-Leitung.

Dabei versuchen wir, die Situation möglichst vollständig zu betrachten und nicht aus einer spontanen Verärgerung heraus zu entscheiden.

Ein Ausschluss muss nicht für immer gelten

Ein Ausschluss kann endgültig sein, muss es aber nicht automatisch.

Das hängt davon ab, was passiert ist und wie die betreffende Person später damit umgeht. Wer Verantwortung für sein Verhalten übernimmt und zeigt, dass sich etwas geändert hat, kann in manchen Fällen auch wieder Teil der Community werden.

Bei besonders schweren Vorfällen kann die Entscheidung allerdings auch dauerhaft sein.

Uns geht es um die Community, nicht um Bestrafung

Regeln funktionieren nur, wenn sie im Ernstfall auch etwas bedeuten. Gleichzeitig möchten wir aus Dietemann GO keine Gruppe machen, in der ständig nach Fehlern gesucht wird.

Unser Ziel ist deshalb ziemlich einfach:

Probleme möglichst früh ansprechen, kleinere Dinge vernünftig klären und dort klare Grenzen ziehen, wo das gemeinsame Spielen oder der respektvolle Umgang dauerhaft nicht mehr funktioniert.