Was macht eigentlich der Host eines Meetups?

Ein Meetup in Campfire anzulegen und zur angegebenen Uhrzeit selbst am Treffpunkt zu erscheinen, macht noch keinen guten Host.

Für uns ist der Host die Person, die während eines Meetups den organisatorischen Rahmen übernimmt. Er sorgt dafür, dass die Teilnehmer wissen, was als Nächstes passiert, behält die Gruppe im Blick und trifft Entscheidungen, wenn etwas nicht nach Plan läuft.

Das soll kein militärischer Ablaufplan sein. Aber gerade bei größeren Gruppen merkt man ziemlich schnell, ob jemand das Meetup tatsächlich führt oder ob einfach zwanzig Leute gleichzeitig irgendetwas machen.

Die Vorbereitung beginnt vor dem eigentlichen Treffen

Schon vor dem Meetup sollte der Host wissen, was an diesem Tag geplant ist.

Dazu gehört zum Beispiel:

  • Welche Pokémon oder Raid-Arten stehen im Mittelpunkt?
  • Gibt es besondere Kampfmechaniken?
  • Wie viele Spieler beziehungsweise Accounts werden benötigt?
  • Gibt es Event-Boni oder zusätzliche kostenlose Raid-Pässe?
  • Ist der übliche Treffpunkt sinnvoll?
  • Müssen wir bei zu wenigen Anmeldungen das Meetup absagen?

Bei Gigadynamax- oder Super-Mega-Raids ist diese Vorbereitung wichtiger als bei einer normalen Raidstunde. Dort kann die Zahl der zugesagten Teilnehmer darüber entscheiden, ob das Meetup überhaupt sinnvoll stattfinden kann.

Der Host begrüßt die Gruppe

Zu Beginn des Meetups begrüßt der Host die Teilnehmer.

Danach bitten wir alle Anwesenden, sich auch in Campfire beim Meetup als anwesend einzutragen. So können wir sehen, wer tatsächlich vor Ort ist und nicht nur irgendwann einmal auf „Teilnehmen“ geklickt hat.

Sollten wir künftig als Community Ambassador gehostete Meetups anbieten können, kann diese Anwesenheitsbestätigung außerdem für mögliche In-Game-Boni oder Items relevant werden.

Anschließend schauen wir, ob alle da sind oder ob sich jemand als verspätet gemeldet hat.

Erst danach beginnt die eigentliche Runde.

Der Host sagt, wann es losgeht

Gerade bei Raids ist das wichtiger, als es vielleicht klingt.

Wenn jeder sofort eine Lobby betritt, sobald eine Arena in Reichweite kommt, verteilt sich die Gruppe schnell auf verschiedene Lobbys. Bei beliebten Raid-Bossen kann eine öffentliche Lobby außerdem voll werden, bevor alle Teilnehmer des Meetups hineingekommen sind.

Deshalb gibt der Host normalerweise das Zeichen, wann die Gruppe in den Raid geht.

Falls nötig, werden mehrere Gruppen gebildet oder eine private Lobby eröffnet. Entscheidend ist, dass die Spieler vor Ort gemeinsam teilnehmen können.

Der Host behält die Gruppe im Blick

Zwischen zwei Raids geht es nicht nur darum, möglichst schnell zur nächsten Arena zu kommen.

Der Host schaut auch, ob alle noch dabei sind. Gerade bei größeren Meetups passiert es schnell, dass jemand noch ein Pokémon fängt, etwas im Beutel sortiert oder einfach langsamer unterwegs ist.

Natürlich muss niemand wie eine Schulklasse in Zweierreihen laufen. Trotzdem sollte der Host verhindern, dass die Hälfte der Gruppe schon an der nächsten Arena steht, während der Rest noch zwei Straßen weiter hinten ist.

Der Host entscheidet, wie es weitergeht

Nicht jedes Meetup läuft so, wie es vorher geplant war.

Vielleicht ist eine Lobby voll. Ein Raid dauert länger als erwartet. Ein Teil der Gruppe hat keine Pässe mehr. Eine Kraftquelle verschwindet, das Wetter wird schlechter oder ein Kampf funktioniert mit der vorhandenen Gruppe nicht.

Dann muss jemand entscheiden, was wir machen.

Noch einmal versuchen? Andere Teams verwenden? Den Raid auslassen? Die Route ändern? Das Meetup früher beenden?

Diese Entscheidungen gehören für uns ebenfalls zur Aufgabe des Hosts.

Der Host muss nicht alles wissen

Ein Host muss kein wandelndes Pokémon-GO-Lexikon sein.

Wenn jemand anderes in der Gruppe den aktuellen Raid-Boss besser kennt, hervorragende Konter vorbereitet hat oder eine besondere Spielmechanik erklären kann, darf diese Person das natürlich tun.

Gute Organisation bedeutet nicht, alles selbst machen zu müssen.

Der Host sollte aber dafür sorgen, dass die notwendigen Informationen bei der Gruppe ankommen und am Ende eine Entscheidung getroffen wird.

Vor Ort hat Vorrang

Während des Meetups betreut der Host in erster Linie die Menschen, die tatsächlich vor ihm stehen.

Er muss Raids organisieren, Ansagen machen, die Gruppe zusammenhalten und gleichzeitig auch auf die Umgebung achten. Das lässt sich nicht sinnvoll erledigen, wenn nebenbei ständig Campfire-Nachrichten beantwortet und Spieler aus der Ferne durch das Event begleitet werden sollen.

Deshalb gilt bei uns: Vor Ort hat Vorrang.

Natürlich schaut der Host zwischendurch auf Campfire. Wer sich verspätet, sollte deshalb auch dort Bescheid geben. Eine sofortige Antwort während eines laufenden Raids kann aber niemand erwarten.

Auch Sicherheit gehört ein Stück weit dazu

Der Host ist nicht für jeden einzelnen Teilnehmer persönlich verantwortlich. Trotzdem sollte er bei der Planung und während des Meetups die Umgebung im Blick haben.

Eine Gruppe muss nicht mitten auf einem Radweg stehen, weil dort gerade eine Arena erreichbar ist. Man kann auch ein paar Meter weitergehen, einen geeigneteren Weg nehmen oder eine ungünstige Stelle möglichst schnell wieder verlassen.

Gerade wenn mehrere Menschen gleichzeitig auf ihre Smartphones schauen, hilft es, wenn wenigstens einer zwischendurch auch nach vorne schaut.

Jeder bleibt natürlich selbst dafür verantwortlich, sich sicher zu bewegen.

Der Host ist kein Animateur

Ein Meetup muss nicht permanent bespaßt werden.

Niemand erwartet Moderationsspiele, Gewinnspiele oder alle fünf Minuten eine motivierende Ansprache. Die Leute sind schließlich gekommen, um Pokémon GO zu spielen und andere Spieler zu treffen.

Ein guter Host schafft den Rahmen dafür und hält die Veranstaltung zusammen. Mehr braucht es meistens gar nicht.

Und der Host ist auch kein Babysitter

Jeder Teilnehmer bleibt für sein Spiel und seine Entscheidungen selbst verantwortlich.

Der Host entscheidet nicht, welche Raid-Pässe jemand kaufen soll, welches Pokémon unbedingt hochgelevelt werden muss oder wann jemand nach Hause gehen darf.

Wer einen Raid auslassen, früher gehen oder keine Premium-Pässe einsetzen möchte, kann das selbstverständlich tun. Hilfreich ist lediglich eine kurze Information, damit die Gruppe nicht später auf jemanden wartet, der längst gegangen ist.

Am Ende gehört auch ein Abschluss dazu

Wenn die geplante Zeit vorbei ist, beendet der Host das Meetup auch offiziell.

Bei uns gehört dazu eine kurze Verabschiedung. Wenn bereits weitere größere Meetups geplant sind, weisen wir meist noch darauf hin.

Danach können Teilnehmer natürlich noch gemeinsam weiterspielen. Der Unterschied ist lediglich, dass die offizielle Organisation durch den Host beendet ist.

Was macht also einen guten Host aus?

Für uns vor allem Aufmerksamkeit und ein bisschen Organisation.

Ein Host muss nicht der stärkste Spieler der Gruppe sein und auch nicht jedes Detail des Spiels kennen. Er sollte aber wissen, was gerade passiert, was als Nächstes passieren soll und ob seine Gruppe noch vollständig dabei ist.

Oder anders gesagt: Wenn am Ende alle gemeinsam gespielt haben und niemand sich fragen musste, was eigentlich gerade der Plan ist, hat der Host seinen Job ziemlich gut gemacht.

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