Wie stelle ich ein gutes Raid-Team zusammen?

Ein gutes Raid-Team zusammenzustellen klingt komplizierter, als es eigentlich ist. Für den Anfang reichen ein paar einfache Schritte. Entscheidend ist nicht, die sechs Pokémon mit den höchsten WP auszuwählen, sondern sechs Angreifer, die zu genau diesem Raid-Boss passen.

Als Erstes schaust du dir den Typ oder die Typen des Raid-Bosses an. Daraus ergeben sich seine Schwächen. Gegen diese Typen möchtest du angreifen. Pokémon GO berücksichtigt die Typeneffektivität auch in Raid-Kämpfen: Eine sehr effektive Attacke verursacht entsprechend mehr Schaden.

Besonders interessant sind Pokémon mit einer doppelten Schwäche. Ein klassisches Beispiel ist Rayquaza mit seinen Typen Drache und Flug: Beide Typen sind gegen Eis anfällig. Deshalb sind Eis-Attacken gegen Rayquaza besonders wirkungsvoll. Genau solche Schwächen können darüber entscheiden, ob ein Raid mit wenigen Spielern machbar ist oder unnötig schwierig wird.

Danach suchst du in deiner Sammlung nach Pokémon, die mit passenden Attacken angreifen können. Dabei zählt nicht nur das Pokémon selbst. Das Attackenset ist mindestens genauso wichtig. Ein Pokémon kann grundsätzlich ein hervorragender Konter sein und trotzdem wenig helfen, wenn seine Sofort- und Lade-Attacken für diesen Raid ungeeignet sind.

Ein Beispiel: Wenn du für einen Raid Eis-Schaden brauchst, hilft dir ein grundsätzlich starkes Eis-Pokémon wenig, wenn es gerade mit Attacken eines anderen Typs kämpft. Kontrolliere deshalb immer beide Attacken. Mit Sofort- und Lade-TMs kannst du Attacken gegebenenfalls ändern – allerdings solltest du bei besonderen oder nur zeitweise verfügbaren Attacken vorher prüfen, ob eine normale TM dafür ausreicht.

Anschließend stellst du aus deinen geeigneten Angreifern ein Team aus bis zu sechs Pokémon zusammen. Dabei musst du nicht zwangsläufig sechs verschiedene Arten benutzen. Wenn du beispielsweise mehrere gute Angreifer desselben Pokémon mit dem richtigen Attackenset besitzt, dürfen die selbstverständlich gemeinsam ins Team.

Und: Ein perfektes Pokémon ist nicht zwingend erforderlich. Ein gut hochgelevelter Angreifer mit passenden Attacken kann für einen Raid wesentlich wertvoller sein als ein Pokémon mit hervorragenden IV-Werten, das gegen den Raid-Boss den falschen Schaden verursacht. Gerade wenn die Ressourcen begrenzt sind, lohnt es sich deshalb eher, zunächst sinnvolle Raid-Angreifer aufzubauen, statt jedem theoretisch perfekten Pokémon hinterherzulaufen.

Die automatische Teamauswahl im Raid kann als Ausgangspunkt dienen. Wenn ein Raid aber knapp werden könnte oder du regelmäßig mit wenigen Spielern unterwegs bist, lohnt sich ein vorher selbst zusammengestelltes Kampfteam. Dann weißt du auch, womit du tatsächlich in den Kampf gehst.

Wer noch etwas mehr herausholen möchte, kann anschließend weitere Dinge berücksichtigen: Mega- beziehungsweise Proto-Pokémon, Wetterverstärkung, das konkrete Attackenset des Raid-Bosses oder gemeinsame Kämpfe mit Party-Power können das Ergebnis zusätzlich beeinflussen. Für ein solides Raid-Team sind diese Feinheiten aber nicht der erste Schritt.

Die einfache Grundregel lautet deshalb:

Schwäche des Raid-Bosses herausfinden → passende Angreifer suchen → Attacken kontrollieren → Kampfteam speichern.

Welche Pokémon für einen bestimmten Raid besonders geeignet sind und wo du entsprechende Konterlisten findest, erklären wir in einer weiteren FAQ. Aktuelle Raid-Simulatoren wie Pokébattler berücksichtigen dabei sogar den jeweiligen Raid-Boss, Attackensets und verschiedene Kampfbedingungen.